Digital Zusammen

Digital Zusammen

In meiner Installation setze ich mich mit dem Paradoxon unserer Zeit auseinander. Es ist möglich, täglich über das Smartphone zu kommunizieren und sich durch den Bildschirm zu sehen. Dies ist jedoch keine echte Intimität, sondern nur eine Simulation. Diese hat Schwachstellen: Es gibt keine körperliche Nähe, es treten Kommunikationsprobleme auf und das Bild der geliebten Person verblasst langsam in den Gedanken.

Dies wird in der Installation deutlich. Ich als digitale Person, gefangen in der Zweidimensionalität des Screens, versuche verzweifelt, mit der realen Welt um mich herum zu interagieren und die schlafende Person im Bett zu wecken. Doch jeder Annäherungsversuch endet in einem körperlichen Scheitern. Meine Hände gleiten wirkungslos und ohne Widerstand durch die reale Materie hindurch.

In der Installation stelle ich einen Nachbau meines Schlafzimmers dar. Es ist für mich der intimste Ort in einer Beziehung. Durch die Abwesenheit meines Partners an diesem Ort werden die Trauer und die Stille noch einmal unterstrichen. Meine Gefühle in dieser Phase der Trennung habe ich in Form eines Gedichts verarbeitet. Darin beschreibe ich, wie der „Zauber der Realität“ verloren gegangen ist und wie stückweise die Erinnerung an die Partnerin zerfällt. Es fühlt sich an, als würden wir uns gegenseitig langsam vergessen.

0:00/1:34

0:00/1:34

0:00/1:34