"a night at the creamcheese"

"a night at the creamcheese"

Gruppenpräsentation über die Kunstgruppe Zero und den 60er Jahre Club Creamcheese

Im Rahmen eines Gruppenprojekts im Fach Kunstgeschichte haben wir uns mit dem historischen Düsseldorfer Club „Creamcheese“ befasst, der ein zentraler Treffpunkt im Umfeld der Künstlergruppe ZERO war. Die von uns entwickelte Rauminstallation kombiniert Licht, Video und Raumgestaltung, um die Atmosphäre des mittlerweile geschlossenen Clubs medial erfahrbar zu machen.

Dazu haben wir zwei Beamer verwendet, die auf unterschiedliche Wände projizieren. Während die erste Projektion eine Barszene zeigt, in die eine zusätzliche Leinwand für textbegleitende Videos integriert ist, visualisiert die zweite Wand das Geschehen auf der Tanzfläche. Durch die von uns konzipierte Platzierung des Publikums im Schnittpunkt beider Projektionsflächen wird eine räumliche Tiefe erzeugt, die die klassische Trennung von Betrachtern und Szenerie auflöst und das Gefühl vermittelt, unmittelbar in das Geschehen im Club einzutauchen.

Zusätzlich haben wir in verkleinerter Form die bekannte Fernseher-Wand des Künstlers und Filmemachers Lutz Mommartz rekonstruiert. Durch die parallele Einspeisung seiner Originalfilme und eines Live-Videobildes des Publikums werden die Anwesenden, ganz im Sinne der partizipativen Kunstansätze der 1960er Jahre, direkt in das Werk integriert.

Unser Projekt greift damit die zentrale Botschaft der ZERO-Bewegung auf. Das Publikum fungiert nicht länger als passiver Betrachter, sondern vollendet das Kunstwerk durch den eigenen Blick und die physische Präsenz. Mit unserer Installation möchten wir zeigen, dass die Vision von ZERO weiterhin Bestand hat. Kunst entsteht dort, wo Licht auf Bewegung trifft.