Mit meinem Plakat „Werde aktiv“ verfolge ich ein unkonventionelles Prinzip. Das Plakat ist ausdrücklich dazu gedacht, beschmiert und umgestaltet zu werden. Die Botschaft richtet sich an die Menschen auf der Straße. Sie sind aufgerufen, selbst aktiv zu werden und das Plakat nach ihren eigenen Vorstellungen zu verändern. Als provokante Headline habe ich die Aussage „Sowas hat hier keinen Platz.“ gewählt. gewählt. Dieser Satz empören, um Aufmerksamkeit zu erregen und die Passanten dazu zu bringen, sich genauer mit dem Plakat auseinanderzusetzen. Durch das Hinzufügen des Sternchens (*) und der Negation „oder?” schaffe ich jedoch sofort eine Distanz zur These und wecke Interesse, ohne die Aussage einfach nur zu verneinen. Das Ziel des Projekts ist die gemeinschaftliche Umgestaltung des Plakats. Für mich bildet dies die wahre Gerechtigkeit ab, wenn viele Stimmen zusammenkommen.
Die Hauptbotschaft „Werde aktiv“ ist die zentrale Absicht und Intention des Werkes. Deshalb wird sie sowohl im Fließtext erwähnt als auch unten im Graffiti-Look grafisch aufgegriffen.
Als Hintergrundbild habe ich ein Foto eines Obdachlosenschlafplatzes in Stuttgart ausgewählt. Um eine emotional aufgeladene Situation zu kreieren und den Betrachtern mehr Raum für kreative, gerechte Veränderungen zu geben, habe ich bewusst eine Person in das Bild integriert, die einen Obdachlosen darstellt.
Als Schriftart habe ich Roboto Bold gewählt, da sie sehr klar, strukturiert und ordentlich wirkt. Ich wollte, dass die Schrift einen schönen, aufgeräumten Eindruck macht – als direkter Kontrast zum unaufgeräumten und chaotischen Foto im Hintergrund. Um diesen Effekt zu verstärken, habe ich den Text in einem Raster angeordnet und eine gleichmäßige, proportionale Texthierarchie aufgebaut. Durch die klar und logisch abgestuften Schriftgrößen wirkt das gesamte Layout extrem übersichtlich und ordentlich.

